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Buchenholz als Kaminholz – Geschichte, Eigenschaften und Ratgeber

buchenblätter von buchenWer denkt nicht sofort an die charakteristische Form der Buchenblätter, wenn man von Buchenholz spricht? Diese Form teilen sich mit kleinen Abweichungen nahezu alle elf Buchenarten, die es weltweit gibt. Buchen sind in der nördlichen Hemisphäre heimisch und in allen gemäßigten Regionen Nordamerikas, Europas und Asiens verbreitet.

Wenn wir hier in Deutschland über Buchenholz als Kaminholz sprechen, ist meist das Holz der Rotbuche gemeint, denn das ist die hier heimische Art. Sie ist der häufigste Laubbaum hierzulande und bedeckt ganz alleine circa 15% der Waldflächen. Solche Zahlen hätte man vermutlich eher von der kulturell bedeutsameren Eiche erwartet, dem ist aber nicht so. Die Buche ist auch ein bedeutender Holzlieferant in ganz Europa. Alleine in Deutschland stammt in etwa 16% des geernteten Holzes von Buchen. In Zahlen sind das sieben Millionen Festmeter Holz. Das sind mehr als 3500 olympische Schwimmbecken nur mit massivem Holz gefüllt. Da es in Europa keine anderen heimischen Buchenarten gibt, spricht man im Regelfall nur von der Buche.

Von historischen Buchenwäldern zu nachhaltiger Forstwirtschaft

buchenholz als kaminholzNoch bis vor 200 Jahren waren große Teile der Wälder Europas nahezu ausschließlich durch Buchen geprägt. Die Reduktion auf nur noch 15% der Fläche kommt durch den unnatürlich starken Eingriff des Menschen in den letzten Jahrhunderten. Seither wurden große Flächen von Wäldern ohne Ersatzpflanzungen vernichtet, weil das Holz als Baustoff und Energieträger benötigt wurde.

Würde man die Vegetation in Europa einige tausend Jahre wieder sich selbst überlassen, wären Buchen wohl die Baumart, die am meisten davon profitieren würde und sich am rasantesten wieder verbreiten würde. Denn Buchen sind perfekt an die klimatischen und geologischen Bedingungen in Europa angepasst. Den beeindruckenden Anblick eines reinen Buchenwalds kann man sich noch in einigen erhalten gebliebenen Wäldern wie beispielsweise im Hainich oder in der Rhön anschauen. Durch die nachhaltige Forstwirtschaft werden aber auch durch den Menschen mehr und mehr Buchen- oder Laubwälder angepflanzt, die die alten Fichten-Monokulturen ersetzen. Das bedeutet, dass man in Zukunft wieder einfacher durch Buchenhaine spazieren kann.

Buchenholz für den Kamin

buchenholz scheite als kaminholzBuchenholz ist sehr beliebt als Kaminholz. Zum einen entwickelt das Holz der Rotbuche – das eigentlich nur ganz zart rötlich schimmert – ein wunderschönes Flammenbild in jedem Kamin oder Kaminofen. Zum anderen entsteht eine herrlich dauerhafte Glut, die häufiges Nachlegen von Holz verhindert. Buchenholz hat einen Brennwert von 4,2 kWh pro Kilogramm Holz und 2000 kWh pro Raummeter. Diese Werte sind wie generell in unserem Ratgeber konservativ und nicht schön gerechnet. Das Holz der Buche neigt zu wenig Funkenflug, weshalb es auch für offene Kamine gut geeignet ist und bei geschlossenen Kaminöfen die Häufigkeit des Scheibenreinigens minimiert.

Aufgrund der hohen Nachfrage als Kaminholz und des weiteren Bedarfs für Möbel aller Art, ist Buchenholz als Kaminholz häufig recht teuer. Das kann aber von Region zu Region unterschiedlich sein. Überregionale Anbieter können auch häufig günstigere Preise bei Buchenholz anbieten als lokale. Wenn Sie nicht spezielle Bedürfnisse für Ihren Kamin oder Ihren Kaminofen haben, sollte zumindest ein Anteil Ihres Kaminholzes Buchenholz sein. Sie werden die langanhaltende warme Glut nicht mehr missen wollen. Aufgrund der hohen Dichte sollten allerdings nur dünne Scheite oder Nadelholz zum Anzünden verwendet werden. Wenn Sie einen geschlossenen Ofen betreiben, müssen Sie leider auf das schöne Flammenspiel des Buchenholzes verzichten, die Heizeigenschaften bleiben aber die selben.

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