Skip to main content

Kamin und Kaminofen richtig anzünden

Immer mehr Menschen heizen mit Brennholz und setzen damit eine günstige, umweltfreundliche und CO2-neutrale Energiequelle ein. Damit verabschieden sie sich zumindest teilweise von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas. Gleichzeitig zieht eine wohlige Wärme und schön anzusehende Feuer in Deutschlands Wohnzimmer ein. Aber wie zünden Sie ihren Kamin oder Kaminofen eigentlich richtig an?

kamin mit brennholz richtig anzündenGehören Sie auch noch zu den Menschen, die drei Blätter Zeitungspapier zusammen knüllen, darin zwei Stück Kaminanzünder einwickeln und das ganze dann mit dicken Holzscheiten bedecken? Das Ganze wird dann angezündet und artet in den darauf folgenden zehn Minuten in einer Rauch- und Qualm-Eruption in Ofen und Schornstein. So haben es die meisten Menschen von ihren Großeltern gelernt und man kann und sollte daher niemandem einen Vorwurf machen. Es gibt jedoch weitaus effizientere Wege, das Feuer schneller und mit deutlich weniger Rauchentwicklung anzuzünden.

Brennholz klassisch anzünden – zwei Nachteile

Es gibt bei dieser klassischen Anzünd-Methode vor allem zwei Nachteile. Zum einen wird über viele Minuten hinweg eine sehr große Menge Rauch erzeugt. Dieser Rauch enthält Unmengen von Feinstaub, der bei höheren Brenntemperaturen viel besser verbrannt würde. Zum anderen erzeugt die ineffiziente Verbrennung auch viel weniger Wärme, als ein vollständig und gut brennendes Feuer. Allein aus diesen beiden Gründen, sollten sie die klassische Anzünd-Variante nicht mehr nutzen. Ihr Kamin, die Umwelt und Ihre Nachbarn werden Ihnen danken. Schnellere Wärme wird Sie sicherlich auch selber freuen. Schlussendlich spart eine bessere Verbrennung Geld, weil mehr Wärme erzeugt wird.

Die moderne Anzündtechnik für Brennholz

Der Zeitpunkt des Anzündens ist der entscheidende Moment für umweltfreundliches und feinstaubarmes Heizen mit Kaminholz. Denn hier wird der meiste Feinstaub freigesetzt. Sobald das Feuer richtig brennt, wird der Ausstoß wieder massiv reduziert, da bei großer Hitze mehr Feinstaub verbrannt wird. Im folgenden Video sehen Sie einen idealen Anzündvorgang von oben:

Anstatt wie früher mit verknüllter Zeitung und Anzünder das Feuer von unten anzuzünden, nutzen wir Anzündholz und ein bis zwei Kaminanzünder von oben. Sie stapeln je nach Scheitgröße als erstes in etwa vier Scheite trockenes Brennholz in den leeren Kamin. Danach bauen Sie einen kleinen Turm aus Anzündholz auf den Holzscheiten. Darin können Sie ein bis zwei Bio-Anzünder zwischen das dünne Anzündholz legen und Ihren Kaminofen entzünden. Sie werden sehen, dass sich das Feuer zügig von oben nach unten vor arbeitet. Dadurch dass üben immer Feuer ist, werden Gase, die aus dem Holz austreten und Feinstab direkt oberhalb des Holzstapels verbrannt und entweichen nicht wie bisher unverbrannt durch den Schornstein. Ein weiterer positiver Effekt ist ein viel sauberer Schornstein nach der Heizsaison. Wenn das Feuer dann einmal brennt, können Sie den Anblick genießen.

Nachdem Abbrand der ersten Ladung, ist kaum Eile geboten. Sie können auch die Glut noch ein wenig herunter brennen lassen und legen alle 30 bis 60 Minuten maximal ein bis zwei Kilo (zwei bis vier Scheite) trockenes Brennholz nach. So erhalten Sie ihr Feuer, solange Sie möchten. Geizen Sie auch nicht mit der Luftzufuhr, denn eine Verbrennung unter zu wenig Luft ist sehr ineffizient.

Brennholz regional kaufen



Ähnliche Beiträge

  1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 5 Sterne 5 Sterne
 Bewertung dieser Seite: 4.68 von 5 (15 Bewertungen)