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Eschenholz als Kaminholz – Geschichte, Eigenschaften und Ratgeber

eschenblätter von eschenDie Esche dürfte trotz ihrer Verbreitung ein Exot im Wissensschatz der meisten Menschen sein. Wenn wir bei einem Wald- oder Landspaziergang ein wenig aufmerksam sind, werden wir regelmäßig Eschen finden und anhand ihrer charakteristischen,  jedoch vergleichsweise schmalen Blättern erkennen. Weltweit ist die Esche wie viele Laubbäume vor allem in der nördlichen Hemisphäre beheimatet. Sie gedeiht auch in über 1700m Höhe und ist daher auch in Gebirgsregionen zu finden.

Erste Vorkommen der Esche können bereits in der Kreidezeit nachgewiesen werden, es scheint sich also eine ähnliche Entwicklung abgezeichnet zu haben, wie bei anderen Laubhölzern wie Buche oder Eiche. Obwohl es auch verschiedene Sträucher und sogar einige immergrüne Exemplare von Eschen gibt, sprechen wir hier in Europa von der Gemeinen Esche, die ein laubabwerfender Baum ist. Die Esche kann bis zu 40m hoch werden, erfährt jedoch in Wäldern häufig großen Konkurrenzdruck von der Buche, weswegen Eschen häufig in Mischwäldern vorkommen und nur in bestimmten Regionen eigene Wälder ausbilden.

Edel-Laubholz aus der nordischen Mythologie

eschenholz als kaminholzIhre Verbreitung in den hohen Norden Europas führte vermutlich auch zur Mythisierung der Esche. In der vielfältigen nordischen und skandinavischen Mythologie stellt eine Esche den sogenannten Weltenbaum Yggdrasil dar. Seine Äste und Zweige sollen bis zum Himmel reichen und die gesamte Erde komplett bedecken. Eine ganze Menge Kaminholz. Aber Spaß beiseite. Die komplexe Mythologie um Götter, mystische Wasserquellen, Drachen und Fabelwesen zeigt schon die frühe Bedeutung der Esche für den Menschen, der übrigens nach dieser Mythologie auch direkt von der Esche abstammen soll.

Dass ausgerechnet die Esche so eine bedeutende Rolle spielte, kann durchaus auch mit der Qualität von Eschenholz zu tun haben. Eschenholz wird zu den Edel-Laubhölzern gezählt und vereinigt Stabilität und Elastizität auf ausgezeichnete Weise. Neben Eichenholz und Buchenholz ist Eschenholz das bedeutsamste Holz in der Verarbeitung. Allerlei Werkzeuge, Sportgeräte und Einrichtungsgegenstände wurden und werden aus Eschenholz produziert.

Eschenholz für den Kaminofen

eschenholz scheite als kaminholzAufgrund seiner vielfältigen Anwendungsfelder ist Eschenholz sehr beliebt im industriellen Umfeld. Durch die vorhandene Konkurrenz bieten nur einzelne Händler reine Eschenholz-Sortimente als Kaminholz an. Trotzdem ist Eschenholz als Kaminholz eine sehr gute Wahl, denn Eschenholz vereint die guten Brenneigenschaften anderer Laubhölzer. Es hat mit 4,2 kWh pro Kilogramm und 2000 kWh pro Raummeter einen ähnlichen Brennwert wie das beliebte Buchenholz. Außerdem zeigt Eschenholz im Kaminofen und Kamin das schönste Flammenbild neben Birkenholz.

Eschenholz schlägt auch im Regelfall keine Funken im offenen Kamin und ist daher für diesen besonders geeignet. Wenn Sie einen offenen Kamin ihr Eigen nennen, empfehlen wir Ihnen Eschenholz statt Buchenholz, da bei gleichen thermischen Eigenschaften das Feuer der Esche eindeutig schöner anzusehen ist. Durch seine hohe Dichte in Kombination mit der extremen Elastizität lässt sich Esche sehr schwer selber herstellen. Spalten können Sie das Holz im Regelfall gut, das Sägen sollten Sie aber Fachleuten überlassen, denn es können schnell Splitter entstehen oder Holzstücke durch die Luft fliegen.

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