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Kiefernholz als Kaminholz – Geschichte, Eigenschaften und Ratgeber

kiefernzweige von kiefernKiefern werden ja häufig als Duftspender für das Auto oder als Quelle für ätherische Badeöle gesehen. In China wiederum steht die Kiefer für ein besonders langes und glückliches Leben, denn die paarweise angeordneten Nadeln haben durch ihre Zweisamkeit und Länge eine besondere Bedeutung. Im Vergleich zu anderen Nadelbäumen wie Fichte oder Tanne fallen diese langen und doppelten Nadeln durchaus auf. Die Kiefer liebt feuchteres und kühlere Klima, weswegen sie auf der nördlichen Halbkugel verbreitet und beheimatet ist. Es gibt jedoch auch einige Arten, die etwas weiter nach Süden gewandert sind in Mittelamerika und Asien. Weltweit ist die Kiefer wirtschaftlich der bedeutsamste vom Menschen angebaute Baum. Das Kiefernholz ist in vielen Ländern eine bedeutende wirtschaftliche Ressource.

In Europa heimisch und daher natürlich verbreitet ist die Waldkiefer. Sie gedeiht von Spanien bis nach Sibirien und ist insgesamt ein anspruchsloser Nadelbaum. Aus diesem Grund hat die Kiefer in Deutschland auch eine lange Geschichte als Kulturpflanze.

Kiefernholz aus Kulturbepflanzungen und Umwandlung in Mischwälder

kiefernholz als kaminholzDie Waldkiefer als Baum ist an sich wenig konkurrenzstark und ihre Verbreitung hierzulande wäre eher punktuell, wäre die Kiefer nicht ähnlich wie die Fichten-Monokulturen in den vergangenen Jahrhunderten intensiv kultiviert worden. Gerade in jungen Jahren benötigen die Kiefersprösslinge viel Licht und sind der Konkurrenz durch weniger empfindliche Arten wie der Buche nicht gewachsen. Als kultivierter Baum wurden jedoch ganze Wälder nur mit Kiefern angepflanzt, während man bei natürlichem Wachstum eher Einflüge und Randbestände in Mischwäldern erwarten könnte. Im Zuge der Rekultivierung der deutschen Waldbestände findet inzwischen auch eine regelmäßige Umwandlung der Monokulturen in Mischwälder statt. Das führt zu einer statistischen Abnahme der Kiefernbestände und damit auch des Angebots an Kiefernholz als Kaminholz. Größere Vorkommen finden sich vor allem in den nördlich und östlich gelegenen Bundesländern, weshalb Kiefernholz als Kaminholz eine eher lokale Bedeutung hat.

Kiefernholz für den Kaminofen

kiefernholz scheite als kaminholzDurch die ungleichmäßige kulturelle Anpflanzung der Kiefer in Deutschland spielt Kiefernholz vor allem im Norden und Osten eine Rolle als Kaminholz. Dennoch hat Kiefernholz sehr gute Brenneigenschaften im Kaminofen. Die Eigenschaften sind dem von Tannenholz sehr ähnlich. Es brennt sehr gut an, jedoch nicht ganz so zügig ab wie Tannenholz oder gar Fichtenholz. Auch ist der Gehalt an Harz nicht sehr hoch, weswegen Funken und Glutspritzer eher unüblich sind. Daher ist Kiefernholz, falls es im Reinsortiment verfügbar ist, auch für offene Kamine geeignet. Im Kaminofen und geschlossenen Holzofen lässt es sich natürlich ebenso ohne weiteres verheizen.

kiefernzapfen als kaminholzAuch der Brennwert liegt mit 4,3 kWh pro Kilogramm nah an Tannenholz und Fichtenholz. Der Brennwert nach Volumen ist jedoch mit 1600 kWh pro Raummeter merklich höher. Das zeigt sich vor allem darin, dass Kiefernholz ein wenig langsamer abbrennt und damit konstanter Wärme spendet. Kiefernholz lässt sich ohne größere Probleme anzünden und ist daher in Mischholz-Sortimenten eine gute Beilage als Anzündholz. Viel besser lassen sich jedoch die Kiefernzapfen anzünden. Diese sind besonders holzig und brennen häufig nicht so schnell ab, wie Tannenzapfen oder Fichtenzapfen. Jedoch werden sie kaum als Kaminholz zum Kaufen angeboten. Im Bastlerbedarf sind sie häufig kiloweise zu finden. Wenn man sich hier günstige Preise erhandeln kann, sind Kiefernzapfen eine super Anzündhilfe. Alternativ kann man auch im Sommer oder Herbst Spaziergänge durch Kiefernwälder zum Sammeln der Zapfen nutzen. Ein paar Kilo Vorrat für den Winter sind eine gute Basis für schnell angezündete Kaminöfen.

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